Kategorie: life

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LIFE: 10 things i’ve learned in the past months

Das Jahr neigt sich langsam dem Ende zu. Viel zu schnell, wenn es nach mir geht. Kaum war der Sommer da, schon ist es wieder viel zu schnell dunkel, definitiv zu kalt und die Uhren sind auf Winterzeit umgestellt worden. Verrückt.. Ich sage nicht, dass ich die Winterzeit nicht mag, denn endlich kann man wieder diese unglaublich riesigen und kuscheligen Schals tragen, die Winterboots rauskramen und Glühwein trinken 😉

Das Jahr 2017 ist zwar noch nicht vorbei, dennoch kann ich jetzt schon sagen, dass mich dieses und auch das letzte Jahr definitiv viel gelehrt hat! Natürlich gab es Dinge, die ich lieber nicht so gerne gelernt hätte. Auf der anderen Seite gab es aber unglaublich viele Dinge, über die ich sehr froh bin, sie endlich gelernt zu haben.

#ONE: going back on yourself and inviting old negative connections back into your life is an act of self harm. You have grown so much since you started loving yourself and you have so much more growth in store. (-Meggan Roxanne)
Eigentlich ist es völlig egal, ob es um negative Angewohnheiten, negative Menschen oder Erfahrungen geht. Alles Negative ist nicht positiv (macht ja auch total Sinn!). Ich habe gelernt, wie wichtig es ist, dass man sich von negativen Sachen lieber fern halten sollte. Wenn du jemanden kennst, der dir kein gutes Gefühl gibt, wenn ihr Zeit miteinander verbringt, dann nehm Abstand. Wenn du einen Job hast, der dich nicht glücklich macht und du frühs schon aufstehst und gar keine Lust drauf hast, dann such dir was Neues! Verlasse dich auf deine Sinne und höre auf dein Herz. Lerne dich selbst zu lieben und tu das was dich glücklich macht.

#TWO: sometimes you can’t explain what you see in a person. It’s just the way they take you to a place where no one else can.
Manchmal trifft man Menschen, bei denen man direkt weiß, dass es zwischenmenschlich einfach nicht passt. Und dann gibt es genau das Gegenteil. Du triffst jemanden zum ersten Mal und merkst gleich, dass der jenige, der dir Gegenüber steht, etwas Besonderes ist. Wenn ich ehrlich bin, geht es mir tatsächlich nicht oft so, da ich eher der vorsichtige Typ bin. Ich muss mich erst eine gewisse Zeit mit dem anderen beschäftigen, um zu merken, ob es passt oder nicht. Dieses Jahr durfte ich aber tatsächlich so jemanden kennenlernen. Besondere Menschen nehmen einen besonderen Platz ein.

#THREE: there is honestly no reason to lie to me. I’m too understanding. I get it. I get life. I know that shit happens. Just be straight up with me.
Ehrlichkeit ist mir sehr wichtig. Es gibt nichts Schlimmeres, als angelogen und hintergangen zu werden. Auch wenn es manchmal vielleicht nicht unbedingt schön ist, die Wahrheit zu hören, weil es im ersten Moment verletzend sein kann, lege ich dennoch sehr viel Wert darauf.

#FOUR: really in the mood for a long drive with no real destination.
Vorallem in Situationen, in denen ich mich unwohl oder unverstanden fühle, oder in Situationen bei denen ich den Kopf freibekommen möchte, möchte ich mich am liebsten ins Auto setzen und irgendwohin fahren. Ohne besonderes Ziel. Und tasächlich habe ich das auch schon des Öfteren gemacht. Ab ins Auto, die Lieblingsmusik angemacht und los gefahren. Klappt im Übrigen auch mindestens genauso gut zu Fuß 😉

#FIVE: no matter how much we try, no matter how much we want it. Some stories don’t have a happy ending.
Nicht immer läuft alles nach Plan und nicht immer ist alles positiv und rosa rot und toll und schön. Es gibt auch Geschichten und auch Situationen, die nicht unbedingt genau so enden wie wir es uns wünschen. Wenn es keine negativen Erfahrungen geben würde, dann würden wir nicht wachsen. Wir würden stets auf dem Level bleiben, auf dem wir gerade sind. Und nur weil etwas kein ‚happy end‘ hat, dann bedeutet das nicht gleich, dass etwas umsonst war. Denn das sind auch Erinnerungen die wir behalten. Und das für immer.

#SIX: distance doesn’t separate people. Silence does.
Denn egal wie weit weg eine Person ist (physisch und auch psychisch), man sollte es nie so weit kommen lassen, dass der Kontakt abbricht. Eine meiner besten Freunde lebt in Norwegen und natürlich kann man sich da nicht jede Woche besuchen oder mal spontan einen Flug nach Norwegen buchen. Da geht viel Zeit und auch viel Geld drauf. Und trotzdem, dass wir uns nicht so oft sehen, haben wir täglichen Kontakt. Wir schreiben viel auf Whatsapp, skypen stundenlang und halten uns mit Fotos und Videos auf dem Laufenden. Und klar gibt es auch Zeiten, wo einer von beiden nicht viel Zeit hat, aber dann kommt auch wieder die Zeit, wo man wieder vermehrt Kontakt hat und das ist was zählt. Man muss nur dran bleiben.

#SEVEN: between stimulus and response there is a space. In that space is our power to choose our response. In our response lies our growth and our freedom. (-Victor Frankl)
Ich habe gelernt, dass es wichtig ist zu wissen, wie man sich ausdrückt, wie man etwas sagt und wie man sich in bestimmten Situationen verhalten soll. Ich weiß aber auch, wie schwer es einem fallen kann, wenn gerade etwas nicht genau so läuft wie man es sich vorstellt und man eventuell übereilig handelt und es dann im nächsten Moment schon wieder bereut. Deshalb, immer erst man kurz durchschnaufen, über die Situation nachdenken und dann handeln.

#EIGHT: if they act like they don’t care about you, believe them.
Natürlich war mir schon lange klar, dass man nichts erzwingen kann. Weder Gefühle, noch Glück oder Aufmerksamkeit. Aber in diesem und dem letzten Jahr ist mir das besonders klar geworden. Egal, ob Familie, Freunde oder eine Liebe. Wenn dich jemand mag, dann zeigt man es dir. Wenn dich jemand sehen will, dann findet man die Zeit und trifft dich. Wenn sich jemand Sorgen um dich macht, dann erkundigt man sich und fragt dich wie es dir geht. Man findet immer eine Möglichkeit. Egal wie.

#NINE: people are the prettiest when they talk about something they really love, with passion in their eyes.
Immer wieder beobachte ich, wie unglaublich glücklich Menschen doch sein können, wenn sie über genau das reden was sie am meisten lieben. Egal, ob jemand über seine Familie redet, die er so sehr liebt. Egal, ob jemand sein Hobby oder seine Passion zum Beruf gemacht hat. Egal, ob jemand besonders gerne Musik macht oder singt und das in jeglicher Art und Weise liebt und vor allem lebt. Egal, ob es ein Ort ist, den man in sich aufnimmt, als wäre es die Heimat. Egal, welcher Grund. Jeder hat mindestens ein Ding, was einen so richtig glücklich macht. Da bin ich mir sicher.

#TEN: a year ago, everything was different. I wouldn’t have pictured myself like this. And now that I look back, I have realized that a year can do a lot to a person.
Ja, tatsächlich. Wenn ich ein Jahr zurückdenke, dann bin ich umso glücklicher, dass ich damals eine für mich sehr wichtige Entscheidung getroffen habe, die mein Leben in jeglicher Art und Weise verändert hat. Und zwar ins Positive. Nie hätte ich gedacht, dass etwas mein Leben so dermaßen verändern kann. Ich kann nicht oft genug erwähnen, wie glücklich ich seit dem bin und wie gut ich mich fühle.

xoxo, L.

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LIFE: overthinking

Manchmal erwische ich mich selbst, wie ich in meinen Gedanken umher fliege.. In einer anderen Welt.. in MEINER anderen Welt, in der absolut kein anderer Zugang hat außer ich. Was ich gut finde, denn wenn ich so darüber nachdenke, dann würde ich viele meiner Mitmenschen nicht unbedingt einen Gefallen damit tun, wenn sie meine Gedanken lesen könnten. Andererseits wüssten diese dann ganz genau, was gerade in mir vorgeht…

Ich war schon immer ein Gedanken-Mensch. Seit ich denken kann. Zu viele Gedanken machen?! Das kann ich! Und zwar am Besten über alles mögliche. „Bist du glücklich?“, „Bist du ein guter Mensch?“, „Hast du dir genug Gedanken über deine Zukunft gemacht?“, „Was denken andere von dir?“, „Was denkst du von anderen?“, „Was willst du wirklich?“, „Warum hast du das nicht schon früher gemacht?“ etc… Die Liste könnte noch viel länger sein, denn wenn das erst einmal los geht, dann endet es leider nicht mehr so schnell…

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Ich bin glücklich, keine Frage! Aber manchmal überkommt es mich einfach. Da schwebe ich dann irgendwie in einer anderen Welt. Bin in Gedanken ganz weit weg und nur selten komme ich da freiwillig wieder raus. Meist kommt dann von irgendwo ein „Über was denkst du nach?“ her und dann bemerke ich, dass ich wieder total abgedriftet bin und diese Stimme die mich gefragt hat, zu einem von meinen Mitmenschen gehört. Ja was sagt man dann da am besten drauf?! Denn mit wenigen Menschen kann man wirklich über Gedanken, geschweige denn über Gefühle reden. Irgendwo auch verständlich, denn tiefgründige Themen ziehen einen in einem gewissen Maße runter und wer will das schon?! Nur manchmal geht es nicht anders und man muss dann doch mal drüber reden und dann wird jeder gleich panisch, denn Gefühle sind nicht einfach nur ein Ding über das man mal so redet. Dafür muss man sich auch mal Zeit nehmen. Auch mal ein bisschen mehr Zeit. Einfach mal raus lassen, was einem so im Kopf rumschwirrt, über was man sich Gedanken macht und was einem den Grund gibt nachdenklich zu sein. Und Mut. Der gehört auch dazu. Mut um über Gedanken, Gefühle und Wünsche zu reden. Für viele nicht einfach. Auch für mich nicht. Trotzdem tu ichs… immer und immer wieder.

xoxo, L.

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TRAVEL: Norway & how I overcame my fear of flying

Im Juli diesen Jahres bin ich das erste Mal alleine geflogen. Für manche überhaupt gar kein Problem – für mich allerdings die schlimmste Vorstellung überhaupt! Seit Jahren leide ich unter einer panischen Flugangst, welche es mir wirklich schwer macht für eine längere Zeit im Flugzeug zu sitzen. Schon allein der Gedanke daran, hat in mir so ein unglaublich ungutes Gefühl verbreitet, dass ich mir die schlimmsten Sachen ausmalte.

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Ein Mensch, der dieses Gefühl nicht kennt, kann sich leider auch nicht in diese Situation hereinversetzen und deshalb hörte ich meist nur „Das Flugzeug ist das sicherste Verkehrsmittel überhaupt“, „Ach, da passiert schon nichts, ich bin schon soooo oft geflogen!“ oder ganz schlimm „Nehm doch Tabletten“ – wenn alle Probleme so einfach mit einer Tablette vergehen würden, dann würde wohl jeder Mensch nur noch Tabletten zu sich nehmen, wir würden alle darauf hängen bleiben und uns nicht mehr unseren Ängsten und Problemen stellen. Das ist meiner Meinung nach aber nicht die Lösung, denn es ändert ja nichts an der Situation, dass es die Angst ja trotzdem noch gibt… und irgendwann wollte ich das Problem einfach anpacken.

Als mich Isi dann fragte, wann ich sie in Norwegen besuchen komme, empfande ich dies als den richtigen Zeitpunkt um mich meiner Angst zu stellen. Alleine fliegen hieß für mich nicht nur, dass ich endlich mal wieder meine allerliebste Lieblings-Isi sehe und mich meiner Angst stelle, sondern eben auch, dass ich viel unabhängiger werde und ich eventuell dieses „Problem“ aus dem Leben schaffen kann. Und wenn nicht jetzt, wann dann?!

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Dass ich aber gleich mit insgesamt vier Flügen konfrontiert werde, habe ich nicht gewusst. Erst dann, als ich mir die Flüge genauer angesehen habe und buchen wollte. Die meisten Flüge nach Trondheim in Norwegen sind mit einem Zwischenstopp verbunden. Die Direktflüge sind für mich leider unbezahlbar gewesen und deshalb musste ich die Reise mit einem Zwischenstopp in Copenhagen verbinden. „Oh Gott, oh Gott, das krieg ich nie auf die Reihe“ war so ziemlich der einzige Gedanken den ich einfach immer wieder hatte, als ich an die Reise dachte. Trotzdem habe ich mich riesig darauf gefreut, viel Zeit mit einer meiner besten Freundin zu verbingen, Norwegen etwas näher kennen zu lernen und einfach mal abzuschalten, denn auch das hatte ich bitter nötig!

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Beim Flug von Stuttgart nach Copenhagen saß ich in einer kleineren Maschine mit nur jeweils zwei Sitzen pro Reihe. Ich hatte den Gangsitz gewählt – logisch, denn so konnte ich – falls irgendwas passiert – schneller aus dem Flugzeug sein. Außerdem saß ich in der vorletzten Reihe – statistisch gesehen ist der hintere Bereich sicherer als der Vordere (Ja! Auch über sowas macht man sich Gedanken!). Der Flug war nicht ausgebucht, deshalb saß am Fenster neben mir – KEINER! Mein erster Gedanke war „Oh man ey…. jetzt hab ich einen noch besseren Blick nach draußen“ – und genau DAS wollte ich ja eigentlich auch vermeiden! Mit zitternden Händen hab ich mich so fest angeschnallt wie es ging und hörte Musik um mich abzulenken. Der Flieger fuhr langsam zur Startbahn und was mich in dem Augenblick geritten hat, kann ich mir bis heute immer noch nicht erklären. Ich wechselte hastig den Sitz und setzte mich ans Fenster. Ich schnallte mich erneut an und dann krallte ich meine Kamera und drückte auf Aufnahme. „We’re ready for take off“ hießt es bevor der Flieger beschleunigte und abhob.

Ich hab die komplette Zeit nicht einmal in die Kamera, geschweige denn aus dem Fenster geschaut. Bis zu dem Zeitpunkt, als wir uns durch die Wolken drängten und uns die aufgehende Sonne entgegengrinste. Dieser Moment war einfach – UNGLAUBLICH! Wie wunderschön konnte diese Welt eigentlich sein? Die Sonne ging gerade auf und ich durfte das mit der Kamera festhalten. Ich vergaß meine Flugangst. Sie war weg, von jetzt auf gleich.

Der Flug von Copenhagen nach Trondheim und die zwei Flüge nach Hause haben mich nochmal gestärkt und alles gefestigt, so blöd sich das anhört. Natürlich kommt ab und zu noch ein kleines mulmiges Gefühl, aber das ist dann schneller weg als man denkt.

Manchmal muss man sich halt eben der Angst stellen – und das alleine.

xoxo, L.